Volle Offenlegung: woraus sich unsere Punktzahl zusammensetzt, welche Angaben wir bewusst nicht bewerten – und warum ein fehlender Wert bei genau einer Angabe Punkte kostet.
Jedes Gerät bekommt eine Punktzahl zwischen 84 und 99. Sie entsteht aus zwei Bausteinen, und aus sonst nichts – es gibt keine redaktionellen Zuschläge und keine bezahlten Platzierungen.
Ein Gerät mit 4,8 Sternen aus 12 Bewertungen weiß weniger über sich als eines mit 4,3 aus 14.000. Wir ziehen deshalb jede Bewertung zum Kategoriemittel hin, und zwar umso stärker, je dünner die Bewertungsbasis ist (Bayes-Glättung, Kategoriemittel 4,2, Gewicht 400).
Die Wirkung in diesem Feld: Der Tineco Pure ONE S70 mit 4,0 Sternen aus 139 Bewertungen wird deutlich zum Mittel gezogen, der Levoit LVAC-200 MAX mit 4,5 Sternen aus 14.434 behält seinen Wert fast vollständig. Das ist beabsichtigt: Kundenbewertungen sind der einzige Kanal, über den echte Nutzung in diesen Vergleich einfließt. Wir kaufen die Geräte nicht und messen nicht selbst.
Vier Werte fließen ein, jeder mit festem Gewicht:
| Wert | Gewicht | Warum |
|---|---|---|
| Saugleistung in Air Watt | 40 % | Die einzige Angabe, die Luftstrom und Unterdruck zusammenfasst – und damit die einzige, die zwischen Geräten vergleichbar ist. |
| Laufzeit | 25 % | Bei allen Herstellern gleich optimistisch gerechnet (sparsamste Stufe), damit untereinander vergleichbar. |
| Wechselakku | 20 % | Der Akku altert zuerst. Lässt er sich tauschen, verlängert das die Nutzungsdauer des ganzen Geräts. |
| Behältervolumen | 15 % | Bestimmt, wie oft man während einer Runde ausleeren muss. |
Normiert wird über den Rang im Feld, nicht über Minimum und Maximum: Ein einzelner Ausreißer – hier die 310 Air Watt des dreame Z30 – würde sonst alle übrigen Geräte zusammendrücken.
Normalerweise gilt: Fehlt eine Angabe, fällt sie aus der Rechnung heraus, und die übrigen Werte zählen entsprechend mehr. So halten wir es bei Laufzeit, Behälter und Akku.
Bei der Saugleistung nicht. Wer keine Air-Watt-Zahl veröffentlicht, bekommt für diesen Punkt null Punkte – der Wert fällt nicht weg, er wird als schlechtester Rang gewertet. Der Grund: Bei sieben der siebzehn bewerteten Geräte nennt der Hersteller überhaupt keine Saugleistung. Bliebe das folgenlos, stünde ein Gerät ohne jede Angabe automatisch im Mittelfeld – und ausgerechnet die Intransparenz wäre belohnt. Für den Käufer ist sie aber ein echter Nachteil: Er kann das Gerät mit keinem anderen vergleichen.
Einige der meistverkauften Akkusauger haben keine auffindbare Herstellerseite. Alles Technische zu ihnen steht nur im Händler-Listing – und diese Listings widersprechen sich nicht selten selbst, etwa mit 650 Watt im Titel und 600 Watt in der eigenen Datentabelle. Diese Geräte laufen deshalb nicht in unserer Gesamtwertung mit, sondern stehen auf der Startseite in einem eigenen Block „Beliebt, aber ohne Herstellerdaten“: mit Sternen, Bewertungszahl, Preis und dem Wortlaut ihres Listings, aber ohne Punktzahl und ohne Abzeichen.
Der Grund ist rechnerisch, nicht geschmacklich. Ohne Herstellerdaten bleibt als einzige Information der Sternschnitt. Weil Kundenbewertungen in unserer Formel bewusst am schwersten wiegen, stände ein Angebot mit 4,9 Sternen dann automatisch auf Platz 1 – und wäre „Testsieger“ auf einer Seite, deren Versprechen gerade lautet, dass sich jede Zahl prüfen lässt. Die Gewichte der Formel haben wir dafür nicht verändert; wir vergleichen nur nicht, was sich nicht vergleichen lässt. Was hinter den typischen Angaben dieser Geräte steckt, steht unter 55.000 Pa und 650 W: was dahintersteckt.
Pascal misst den Unterdruck an der dicht verschlossenen Düse, also im Moment, in dem gar keine Luft strömt. Zwei Geräte mit identischem Pa-Wert können völlig verschiedene Luftströme haben – und damit völlig verschieden gut saugen. Eine Umrechnung zwischen Pa und AW gibt es nicht; wer eine anbietet, rechnet sie sich zurecht.
Nur vier Hersteller in diesem Feld nennen überhaupt einen Pa-Wert. Wir zeigen ihn an, wo er belegt ist, sortieren aber nicht danach und bewerten ihn nicht. Zum Vergleich, was die Zahl wert ist: Das stärkste Markengerät hier belegt 28 kPa, während Listings ohne auffindbare Herstellerseite regelmäßig mit 55.000 Pa werben – und dabei nie eine Air-Watt-Zahl nennen.
Es gibt genau einen Testsieger für das ganze Feld, und er muss zugleich die höchste Punktzahl tragen. Eine automatische Prüfung im Seitenskript schlägt an, wenn das nicht der Fall ist – ein „Testsieger“ auf Platz 3 wäre ein sichtbarer Widerspruch.
Die beiden weiteren Abzeichen leiten sich ab: Preis-Leistung geht an das Gerät mit dem besten Verhältnis aus Punktzahl und Preis – aber nur unter denen, die mindestens im oberen Feld liegen und höchstens den Medianpreis kosten. Wer wenig kostet und wenig taugt, ist nicht preiswert. Bestseller geht an das Gerät mit den meisten Bewertungen unter den übrigen.
Zwei Quellen, strikt getrennt:
Aus den Attributtabellen der Händlerseiten haben wir keinen einzigen technischen Wert übernommen. Der Grund ist messbar: Beim Erheben fanden sich dort ein Gerät mit „6,9 m × 3,03 m“ Abmessungen, ein Staubbehälter mit „100 Gallonen“, ein Akkusauger mit „230 Volt“ Akkuspannung und einer mit „630 Watt“ bei 21,6 Volt. Solche Werte sehen plausibel aus, bis man sie nachrechnet.
Wo der Hersteller nichts veröffentlicht, steht „—“. Wir tragen dort nichts ein, was wir nicht belegen können – auch dann nicht, wenn eine Zahl im Händler-Listing steht. Ein Strich ist ehrlicher als eine erfundene Zahl. Beim Tineco Pure ONE S70 etwa widersprechen sich Herstellerseite (60 bis 90 Minuten) und Listing (95 Minuten); wir zeigen deshalb keine Laufzeit.
Ein Sonderfall ist der Einhell TE-SV 18 Li: Der Hersteller nennt bis zu 80 Minuten – aber nur mit einem 6-Ah-Akku, der in der „Solo“-Version gar nicht mitgeliefert wird. Mit den Laufzeiten der anderen Geräte, bei denen der Akku dabei ist, wäre das nicht vergleichbar. Die Zahl steht im Text, aber nicht in der Wertung.
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Alle Geräte mit ihren belegten Werten – und einem Strich überall dort, wo eine Angabe fehlt.
Was die einzelnen Werte im Alltag bedeuten, erklären wir in der Kaufberatung.
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